Sonntag, 14. Jänner 2018

Lobpreismesse

Am Beginn des Jahres 2018 konnten wir in der voll besetzten Kirche die  monatliche Lobpreimesse feiern. Im anschließenden Heilungsgebet beteten wir um Vergebung in der Familie. 

Gebet um Heilung und Befreiung der Familie

 

durch Vergebung

 

 

 

Priester:

 

Herr Jesus, heute beten wir um die Gnade, unsere Herzen deinem barmherzigen Herzen  ähnlicher zu werden. Du hast uns gelehrt, wie wir beten sollen, denn wir wissen oft nicht wie wir in rechter Weise beten sollen. Deshalb hast du gesagt: „So sollt ihr beten: Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben... Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Himmlischer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben“ (Mt 6,9.12.14-15).

 

Wir haben uns heute vor Dir im Allerheiligsten Sakrament des Altares versammelt, um dir im Gehorsam zu folgen. Wir lauschen Deinen Worten, wie damals Deine Jünger, und das Volk, das Dir überall hin nachgegangen ist, weil sie von Dir die Frohe Botschaft des Evangeliums hören wollten.

 

Schenke uns jetzt ein demütiges und offenes Herz, damit wir Dein Wort verstehen und begreifen können.

 

Sende uns den Hl. Geist, damit er uns lehrt, dein Wort mit Glauben und Vertrauen anzunehmen.

 

Gib uns ein zerknirschtes Herz, damit wir unsere Fehler reuevoll einsehen und bekennen können und gib uns die Gnade einer demütigen Reue und Umkehr.

 

 

Alle:

 

Jesus, du hast mich und meinen Ehepartner durch den Bund, den wir im Sakrament der Ehe vor dir geschlossen haben, durch das Band der Liebe zusammengeführt. Wir haben versprochen, in guten und in bösen Tagen,

 

in Gesundheit und Krankheit uns zu lieben, zu achten und zu ehren, bis zu dem Zeitpunkt, da du uns durch den Tod wieder trennst.

 

Ich habe mich bemüht, diesem Anspruch gerecht zu werden. Durch meine Schwachheit bin ich aber oft nicht den Weg der Liebe gegangen. 

 

Manchmal haben mich die Sorgen des Alltags gänzlich in Besitz genommen

 

und ich habe nicht bemerkt, dass ich durch Gesten, Worte, oder Blicke unserer Liebe, und damit auch meiner Familie geschadet habe.

 

Oft habe ich durch Missverständnis, oder im Zorn Dinge gesagt, oder getan, die meinen Ehepartner, oder meine Kinder tief gekränkt haben.

 

Wie schwer fällt es mir zu verzeihen, oder um Verzeihung zu bitten. 

 

Launen, oder Eifersucht haben im Laufe der Jahre tiefe Spuren der Verwundung hinterlassen und obwohl ich diese gesehen, oder bemerkt habe,

 

war ich manchmal nicht wirklich ehrlich bemüht den Schaden in unserer Beziehung zueinander wieder gut zu machen.

 

 

 

Paulus schreibt:

 

Die Liebe ist langmütig, / die Liebe ist gütig. /

 

Sie ereifert sich nicht, /  sie prahlt nicht, /

 

sie bläht sich nicht auf.   

 

Sie handelt nicht ungehörig, /

 

sucht nicht ihren Vorteil, /

 

lässt sich nicht zum Zorn reizen, /

 

trägt das Böse nicht nach.         

 

Sie freut sich nicht über das Unrecht, /

 

sondern freut sich an der Wahrheit.  

 

Sie erträgt alles, / glaubt alles, / hofft alles, / hält allem stand. (1 Kor 13,4-7)

 

 

 

Jesus, alle diese Vorzüge der Liebe wollte ich leben und eigentlich bin ich keinem dieser Ideale wirklich nahe gekommen.

 

Ich bereue heute meine Schwachheit, meine Gleichgültigkeit  und Lauheit

 

und bitte alle in meiner Familie, die ich durch meine Fehler und Schwächen gekränkt, oder beleidigt,  missachtet oder gedemütigt habe,

 

oder wem ich auf irgendeine andere Art und Weise Wunden in der Seele zugefügt habe, in deinem Namen, um Vergebung.

 

Auch will ich meinen Kindern, Enkelkindern und Schwiegerkindern,

 

meinen Schwiegereltern und Geschwistern alles vergeben,

 

wodurch sie mir wehgetan haben.

 

Ich will nicht mehr warten, bis die anderen ein Zeichen der Versöhnung geben. Ich bin bereit, diesen Schritt auch einseitig zu vollziehen, ganz so, wie du am Kreuz gebetet hast: „Vater vergib ihnen!“

 

Ich will verzeihen, und um Vergebung bitten, weil es sonst nicht möglich ist,

 

gut zu leben. Ich will nicht nur heute vergeben, und um Vergebung bitten, sondern, ich will diesen Akt der Demut täglich üben und nicht mehr zulassen, dass ich durch meine Schwachheit und Eigensucht anderen Unrecht tue.

 

Ich will die Fäden wieder knüpfen, die ich zerrissen habe.

 

Ich will niemals den Tag zu Ende gehen lassen, ohne Frieden geschlossen zu haben.

 

Hilf mir gütig und barmherzig zu sein, ich will allen vergeben, und um Vergebung bitten, weil auch Gott mir durch Christus vergeben hat. (Eph 4,32)

 

Jesus, segne mich und meine ganze Familie und nimm meinen guten Willen, alles wieder gut zu machen an, denn du bist es, der das Wollen und Vollbringen bewirkt, noch über meinen guten Willen hinaus. (Phil 2,13)

 

Jesus, ich danke Dir, dass Du mir dabei hilfst. Amen.

 

 

Priester:

 

Jesus, du hast die Familie durch ein Sakrament geheiligt. Zur Berufung und Sendung der Familie gehört die Fähigkeit zu vergeben und sich gegenseitig zu verzeihen. Wenn die Vergebung gelebt wird, bleibt die Familie vor Trennung bewahrt und sie kann auch der Gesellschaft helfen, im Guten voranzuschreiten.

 

Wir bitten dich, dass die Familien imstande seien, gegenseitiges Verzeihen zu lernen und zu lehren, um der Kirche die erneuernde Kraft der Vergebung Gottes immer wieder neu zu bezeugen.

 

Wir bitten dich mit den Worten unseres Hl. Vaters Franziskus:

 

„Die christlichen Familien könnten viel für die Kirche und die Gesellschaft tun. Die Vergebung macht die Gesellschaft weniger böse und grausam. Mögen die Familien den Schatz des gegenseitigen Verzeihens neu entdecken. Beten wir, dass die Familien immer mehr fähig sind, konkrete Wege der Versöhnung zu leben und zu bauen, wo sich keiner der Last seiner Schuld überlassen fühlt. Mit dieser Absicht wollen wir heute zusammen beten: „Vater unser im Himmel…. Amen.“