4 Schritte zur Vergebung

Die indische Sr. Mary USHA S.N.D. hat diese vier Schritte zur Vergebung ausgearbeitet.

Sie hat nach einer großen Kränkung die Gnade erhalten, wie sie bedingungslos ihrem "Feind" vergeben kann.

Ihr Bischof erkannte diese Gnade der Vergebung und beauftragte sie, überall in der Welt die Menschen zu lehren.

 

 

 

Vier Schritte zur Vergebung

nach Sr. Mary Usha S.N.D.

 

 

 

1.        Die andere Person ansprechen

 

Stell Dir vor, die Person, die Dich verletzt hat, ist gegenwärtig und auch Jesus ist anwesend.

Man Kann mit einem Gebet beginnen und beide einladen.

 

a)         Sag der Person (am besten mit lauter Stimme) auf welche Weise sie Dich verletzt hat, wie es Dir dabei gegangen ist, welche Folgen das für Dich hatte...

b)         Füge dann hinzu: Im Namen und in der Kraft Jesu vergebe ich Dir (und setzte Dich frei).

Bei mehreren Verletzungen ist es sinnvoll, dies für jede einzelne auszusprechen.

c)         Bitte die andere Person nun deinerseits und wieder im Namen Jesu um Vergebung für die Wunden, Du ihr zugefügt hast bzw. für den Groll, den Du im
Herzen gegen sie hegtest bzw. hegst.

 

2.        Die andere Person antworten lassen

 

Stell Dir vor, was die andere Person Dir jetzt antworten würde, wenn sie tatsächlich da wäre. Im Gebet und bei etwas Übung mit dieser Methode kommen einem oftmals erstaunliche Gedanken, die das verletzende Verhalten der Person erklären und in einem anderen Licht erscheinen lassen. Leih der Person Deine Stimme. Sprich laut aus, was sie Dir jetzt sagen würde. Dabei gilt:

a)         Die Person bittet Dich im Namen Jesu um Vergebung.

b)        Die Person spricht dir ihrerseits Vergebung zu.

 

3.        Jesus um sein Wirken bitten

 

Bitte jetzt Jesus, Dich und die andere Person sowie die ganze Situation mit seinem kostbaren Blut zu reinigen.

 

4.        Den Bösen hinausweisen

Im Namen Jesu befehle dem Bösen aus dieser Situation zu weichen.

 

Sr. Usha hat diese Methode entdeckt, als sie einmal von einer Mitschwester sehr verletzt wurde und diese ihr daraufhin so beharrlich auswich, dass ein klärendes Gespräch nicht möglich war. Nachdem sie ihr auf diese Weise allein im Geiste vergeben hatte, war das Verhältnis schlagartig wiederhergestellt, ohne dass es einer weiteren Aussprache bedurfte.

Sr. Usha lehrt diese Art der Vergebung seit vielen Jahren und weltweit im Rahmen charismatischer Exerzitien.

 

Die Vorteile dieser Methode sind:

Ein unangenehmes Gespräch, zu dem man sich nicht aufraffen kann, kann umgangen werden. Es können Verletzungen vergeben werden, die lange zurück liegen.

 

Man kann Personen vergeben, die weit weg oder sogar schon gestorben sind.
                                                                                                                                                         

 

 

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Die Tatsache, dass man sich vorstellt, was die andere Person antworten würde bzw. dass man ihr sogar die eigene Stimme leiht, bedeutet im Fall von Verstorbenen keine Totenbefragung.

Es geht allein darum, sich vorzustellen, was die Person geantwortet hätte, um auf diese Weise ihr Verhalten besser zu verstehen und Verständnis zu entwickeln. Das ist ein psychischer Prozess.

 

Innerhalb von Familien kann eine gläubige Person Vergebung stellvertretend aussprechen für Angehörige, die verletzt, aber für einen solchen Weg noch nicht offen sind.

 

Das umseitige Modell ist ein Vorschlag, der sich bewährt hat. Je nach Schwere und Situation können Teile ausgelassen bzw. Formulierungen erweitert werden.

(„Ich vergebe dir von ganzem Herzen und im Namen Jesu. Und ich segne Dich im Namen Jesu.")

 

Unter Umständen kann es notwendig sein, den Vergebungsprozess mehrfach zu wiederholen.

 

Er ist dann abgeschlossen, wenn die Erinnerung an eine Begebenheit keine schmerzhaften Empfindungen mehr auslöst.

 

Bei sehr schweren Verletzungen ist es sinnvoll, die Methode zu zweit, d.h. zusammen mit einem geistlichen Begleiter zu praktizieren. Dieser übernimmt dann den Part der Person, die uns verletzt hat und spricht an deren Stelle.

 

 

der Vergebungsschritte ist nicht abhängig von unserer Gefühlssituation, sondern beruht auf Entscheidung. Die Anwendung

 

Die Erfahrung zeigt, dass sich in der Folge tiefsitzender Groll und Schmerz lösen. Man wird auch feststellen, dass Personen, die uns verletzt haben, auf einmal ganz anders auf uns zukommen, obwohl sie von der Vergebung gar nichts wissen.

 

Die Schritte zur Vergebung können auch im stillen Gebet praktiziert werden.

 

 

 

 

                

                                                                                                                                

 

 

 

 

 

 

 

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